I n h a l t

D a s   P a n t z e r f e l d   e i n s t   u n d   j e t z t

Dokumente, Pläne und Artikel

Beiträge zur Geschichte von Oberdöbling und dem Pantzerfeld.

Die Ausstellung dokumentiert die regionale Geschichte eines Teiles von Oberdöbling. Mit vielen historischen und aktuellen Bildern und Berichten wird diese Region in der Ausstellung umfassend dargestellt.


Hier nun als eine kleine Vorschau eine Zusammenstellung der
Geschichte der Namen von Gassen und Straßen
rund um das Pantzerfeld.


Pantzergasse

seit 1884 (vorher: Pantzerfeld)

benannt in Erinnerung an den Gastwirt Johann Pantzer, der hier über ausgedehnten Grundbesitz verfügte. Er errichtete hier um 1820 das erste Haus.

Übersichtsplan

Guneschgasse

seit 1894 (vorher: Antoniengasse)


Andreas Ritter von Gunesch (1799-1875)
Superintendent der evang. Gemeinde H. B.

Döblinger Hauptstraße

seit 1894 (vorher Hauptstraße)
ursprünglich einer römischen Limesstrasse folgend, im Mittelalter
als "Auf der Osterleiten" bezeichnet, um 1800 Hofzeile, später
Hauptgasse, dann Hauptstraße. Anfang 19. Jhdt. bis zur Hardtgasse verbaut, zwischen Pokornygasse und Linienwall begradigt,

Hardtgasse

seit 1894 (vorher: Neugasse)
Flurname, urkundlich 1292 erwähnt (von Hart = Wald, Heidewald), wie Hartäckerstraße

Sommergasse

seit 1888
Rudolf Sommer (1838 bis 1918), Hausbesitzer, Wohltäter

Schegargasse


Benedikt Schegar (1801 bis 1861), Baumeister, erbaute das 1837 eröffnete "Zögernitz-Casino"
 

Glatzgasse

seit 1895 (urspr. Rosinagasse, dann Mostlergasse, zuletzt Artariagasse)
Jakob Glatz (1776-1831), Jugendschriftsteller, evangelischer Prediger

Heiligenstädter Straße

seit 1894 (um 1706 Nussdorfer Weg, 1721-1894 Nussdorfer Straße, 1938-1945 teilweise Berliner Straße)
Zur Erinnerung an den alten Vorortnamen; Heiligenstadt, 1120 als St. Michael, um 1200 mit dem jetzigen Namen erwähnt, wurde 1890/92 dem 19. Bezirk angeschlossen, 1890 hatte Heiligenstadt 5.580 Ew.

Spittelauer Lände

seit 1862
erinnert an die Donauinsel Spittelau, auf der Pestverdächtige in Quarantäne gehalten wurden; Lände = Schiffsanlegeplatz

Radelmayergasse

seit 1894 (Vorh. Leibenfrostgasse)
Johann Nikolaus Radelmeyer (1662-1724) Gastwirt
 

Gatterburggasse

seit 1894 (vorher: Theresiengasse)
Gräfin Therese Gatterburg (1783-1849), Besitzerin der Herrschaft Ober-Döbling, die 1811 bis 1819 das Herrschaftshaus ("Gatterburg") besaß

Osterleitengasse

seit 1894
(vorher: Schlossgasse)
Flurname; nach Osten weisende Leiten (Berglehne)

Pokornygasse

seit 1894
(um 1721 bis 1800 Kuhdrift,
ab 1819 Viehtriebgasse,
ab 1830 Donaustraße)
Dr. Alois Pokorny (1826-1886), Naturhistoriker, Gymnasialdirektor

Pyrkergasse

seit 1894
(ursprünglich Plankengasse, später Parkgasse, dann Alleegasse)
Johann Ladislav Pyrker von Felsö-Eör (1772-1847), Dichter, Förderer des jungen Grillparzer; Abt in Lilienfeld (1812), Patriarch von Venedig (1820), Erzbischof von Eger (1827)

Billrothstraße

seit 1894
(urspr. 1796 An der Stiege und In den Sätzen, bis 1894 Hirschengasse und Grinzinger Straße)
Dr. Christian Theodor von Billroth (1829-1894), Chirurg, Mitbegründer der Wiener Freiwilligen Rettungsgesellschaft, Musikund Kunstliebhaber

Hofzeile

seit 1894 (um 1721 Bachzeile, später Kirchenzeile, Grinzinger Weg, Grinzinger Gasse, 1828 bis 1894 Herrengasse)
zur Erinnerung an die Hofzeile, die älteste Häuserzeile Ober-Döblings, in der ein von Maria-Theresia umgestalteter Gutshof stand ("Maria-Theresien-Schlösschen")

Krottenbachstraße

seit 1894 (vorher: Neustiftgasse)
nach dem Krottenbach (Unter-Döbling hieß bis ins 16. Jhd. Krottendörfl)

Kreindlgasse

seit 1884 (vorher: Gemeindegasse)
Franz Kreindl (1840 bis 1908), Bürgermeister von Ober-Döbling (1879-1891), Realitätenbesitzer, Verdienste um Schulbauten

Gebhardtgasse

seit 1894 (vorher: Leopoldigasse)
Gebhardt von Döbelich, Besitzer der Herrschaft Döbling (1357), der einem alten NÖ. Adelsgeschlecht entstammte

Philippovichgasse

seit 1926
Eugen Philippovich von Philippsberg (1858 bis 1917), Univ.-Prof. an der Universität Wien (1895), Nationalökonom

Reithlegasse

seit 1894
(vorher: Hermanstraße)
Johann Reithle (1744 bis 1812), um 1800 Ortsrichter von Döbling

Würthgasse

seit 1894
(vorher: Annagasse)
Heinrich Anton Edler von Würth (1789-1875), Besitzer der Herrschaft Ober-Döbling ab 1824

Döblinger Gürtel

seit 1903
(vorher: Gürtelstraße)
zur Wahrung des alten Vorortnamens; Döbling, bereits 1114 urkundlich erwähnt, bestand aus Ober-Döbling und Unter-Döbling, getrennt durch den Krottenbach. Unter-Döbling hieß bis ins 16. Jhd. Krottendörfl. 1890/92 wurden Ober-Döbling, Unter-Döbling, Grinzing, Heiligenstadt, Ober-Sievering, Unter-Sievering, Nuss dorf, Kahlenbergerdorf, Josefsdorf und ein Stück von Weidling zum 19. Be-zirk. Ober-Döbling hatte 1890 14.460 Einwohner, Unter-Döbling 2.074.



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August 2017

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