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Sicherheitspartnerschaft  Oberdöbling

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Titel:
WARNUNG VOR NEUER INTERNETKRIMINALITÄT
 
Beitrag:
Jemand tritt mit einer Bitte um einen Kostenvoranschlag für eine Leistung ( in unserem Fall: Deutschkurse über einen gewissen Zeitraum für eine Gewisse Anzahl an Kursteilnehmern ) an den Empfänger des Mails heran.
Das Angebot wird erstellt, der Auftrag bestätigt.
Gleichzeitig werden in dem Mail nicht nur die Namen, Bankdaten, Adresse, etc. erbeten
, sondern ein Scheck in einer grösseren Höhe als der vereinbarten Summe avisiert. Der höhere Differenzbetrag soll dann einem Vermittler übergeben (überwiesen) werden, der den Auftrag hat dafür auch Flugtickets, Hotelaufenthalt,  Taxi etc. für die Gruppe zu überweisen.
In einem Fall ging es um ca. 12.000 Euro und im neuen Fall um ¤ 17.000,00.
So weit so gut!
 
Der Scheck kommt an und wird sofort vom Leistungserbringer auf das
eigene Konto eingezahlt
. Kleiner Haken bei der Geschichte: die Bank behält den Scheck ein, solange bis geklärt ist, ob der Scheck gedeckt ist oder nicht.
Das kann bis zu einem halben Jahr dauern.
 
Inzwischen warten die potentiellen Kursteilnehmer schon auf den Differenzbetrag, der es ihnen angeblich ermöglicht die Reise und somit den Kurs anzutreten. Pech: die Bank hat zwar den Scheck kassiert und auf das Konto eingezahlt, gibt aber den Geldbetrag nicht her (warum: siehe oben).
Die angeblichen Kursteilnehmer werden immer ungeduldiger, wollen den Kurs antreten und fordern den Differenzbetrag, der zu viel überwiesen wurde, vehement ein, um "rechtzeitig den Kursbeginn wahrnehmen zu können".
 
Ein Glück für jene Geschäftspartner, die keinen Überziehungsrahmen haben.
Ein Pech für Geschäftspartner,  die einen Überziehungsrahmen haben. Denn in diesem Fall wäre der Differenzbetrag vom Dienstleister (in diesem Fall Sprachkursveranstalter) überwiesen worden und das Geld wäre PFUTSCH!
Denn wie sich nachträglich herausstellt, ist der Scheck natürlich nicht gedeckt!
 
Und dem Sprachkursveranstalter bliebe ausser Geldspesen, Wechselkkursspesen, Organisationsspesen, Aufwandsspesen,  auch noch der Verdienstentgang für ein vermutetes Geschäft.
 
Wie ich einem deutschen TV Sender entnehmen konnte, funktioniert das gleiche System in Deutschland in Bezug auf Autokäufe. (Preis des Autos, höhere Beträge werden bezahlt, der Scheck kommt auf das Konto, bleibt dort liegen, der potentielle Geschäftspartner finanziert inzwischen aus Eigenem vor. Der Scheck ist nicht gedeckt, wie sich später herausstellt und das Geld in der Höhe eines Wagens plus Kosten für Autotransporte, etc., also echtes mühsam verdientes und erarbeitetes Geld, ist weg! ).
 
Also Vorsicht und Hände weg vor solchen unseriösen Angeboten!
Doch wie erkenn ich die? Sobald Sie einen höheren Betrag in Form eines Schecks angeboten bekommen, die Infos bitte gleich an das zuständige Polizeikommissariat weiterleiten - und die Annahme von Zahlungen mit Schecks ablehnen, nur Barzahlungen mit Beleg oder Überweisungen auf das Konto annehmen.
 
Gruss an alle,

Mag. Claudia Millwisch
ZENTRUM DÖBLING
1190 Wien


 
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August 2017

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